Bergtouren
| Oberes Sihltal April 2012 |
Ausgangspunkt
für diese kurze Schneeschuh-Wanderung ist Studen, mit dem Auto fährt
man so weit es geht entlang vom Golfplatz und weiter ein gutes Stück
ins Tal bis die Strasse nicht mehr passierbar ist. Danach geht es
mit Ski`s oder Schneeschuhen weiter entlang der Strasse bis man den
Talkessel erreicht, bis hier handelt es sich um eine einfache und
kurze Wanderung. Selbstverständlich kann man hier weitergehen, doch
der Weg wird nun steil und beschwerlich und setzt eine gewisse
Kondition und Erfahrung heraus.Vorsicht, das Obere Sihltal ist stark Lawinen gefährdet, die zahlreichen Lawinenkegel sprechen eine deutliche Sprache. Bei meiner Tour waren die Lawinen jedoch alle schon ins Tal gedonnert, somit ging davon keine Gefahr mehr aus. Zu beachten gilt auch noch, das die Strasse durch das Munition-Erprobungszentrum Ochsenboden führt, unbedingt Schiesstage beachten, die Strasse ist dann jeweils gesperrt. |
| Werner Bindschedler, April 2012 |
| Allalinhorn 4027 M.ü.M. |
Endlich
wieder einmal ein 4000er, allerdings dieses Jahr nur eine leichte
und kurze Tour auf das 4027 Meter hohe Allalinhorn bei Saas Fee.Traumhaftes Wetter und extrem gute Verhältnisse sorgten dann auch für eine absolut problemlose Tour. Wie erwartet waren wir nicht die einzigen, so reihten sich Seilschaft hinter Seilschaft in die Aufstiegsroute ein. In gemütlichen Tempo geht es langsam vom Sommerskigebiet Mittelallalin (3457m) welches wir schnell und einfach per Luftseilbahn und Alpinmetro erreichen, in Richtung Feejoch. Schon nach einer Stunde und 15 Minuten geniessen wir einen kurzen Zwischenhalt auf dem Feejoch (3826m), hier eröffnet es uns einen ersten traumhaften Blick auf die umliegenden 4000er. Nur 45 Minuten später stehen wir auf dem 4027 Meter hohen Gipfel, oder besser gesagt im Stau auf dem Gipfelgrat. Auf dem Vorgipfel geniessen wir dann noch die traumhafte Aussicht, für einmal haben wir keinerlei Stress und sogar genügend Zeit zum essen. Jetzt hätte ich einmal Zeit zum essen, aber nach dem ausgiebigen Frühstück im Hotel, gar keinen Hunger. Noch vor Mittag erreichen wir wieder die Bergstation Mittelallalin, zwar war der Schnee etwas weicher geworden, was aber auf dieser einfachen Tour gut zu verschmerzen war. Das Allalinhorn ist ein einfach zu erreichender 4000er, unterschätzen darf man aber diese Tour trotzdem nicht. Man bewegt sich in hochalpinem Gelände, Spaltengefahr, Gletscherabbrüche, Wetterumstürze und die dünne Luft muss man jederzeit berücksichtigen. Seilsicherung und Steigeisen sind zwingend notwendig, obwohl, wie wir selber mitansehen mussten, dies nicht von jedermann/frau befolgt wurde. Ein Dank geht an unseren Bergführer Peter, wie gewohnt führte er Margrit (Schweschterli) und mich, sicher auf den Gipfel und wieder zurück! Werner Bindschedler, August 2011 |
| Kl. Sternen - Forstberg - Drusberg 2282 M.ü.M. |
Da
wir am Morgen noch etwas ausschlafen wollten entschieden wir uns für
die Route ab Bergstation Sternen. Mit der Seilbahn Weglosen - Seebli
und anschliessend mit der Sesselbahn legen wir, kurz vor Mittag,
gemütlich unsere ersten Höhenmeter zurück. Von dieser Anstrengung
sichtlich gekennzeichnet, machen wir unseren ersten Rast im
Bergrestaurant Sternen und essen zuerst einmal zu Mittag! Nach einem
feinen Essen und vollem Magen starten wir auf dem Grat Richtung Kl.
Sternen, diese Überschreitung ist etwas ausgesetzt und verlangt
Trittsicherheit und gutes Schuhwerk, ist es zusätzlich doch auch
noch nass und rutschig. Danach geht es den blauweissen Markierungen
folgend weiter zum Felsband unterhalb des Gipfelaufbaues des
Forstberges. Der Einstig ist gut sichtbar und mit Ketten
abgesichert, diesen folgend steigen wir im Felsen und Geröll empor.
Etwas Vorsicht ist hier angesagt, vor allem auf Steinschlag ist hier
zu achten. Unter uns folgen ein paar der schlauen Sorte, nur mit
Turnschuhen ausgerüstet sind sie sehr schnell unterwegs.......
möglicherweise im Abstieg noch etwas schneller.....!!! Nach der
kurzen und einfachen Kletterei folgt wieder eine Alpwiese bis auf
den Gipfel. Diesen besuchen wir nur ganz kurz, infolge des schönen
Wetters hat es hier kaum Platz zum verweilen. Also setzten wir
unsere Tour weiter fort und steigen wieder etwas ab und folgen dem
gut sichtbaren Pfad bis auf den Sattel zwischen Drusberg und
Forstberg. Von hier ist es dann auch nicht mehr weit auf den Gipfel
des Drusberges, welchen wir bald darauf über einen mässig schmalen
Grat erreichen. Besonders im Herbst lohnt sich diese Tour ganz
speziell, nämlich dann, wenn der Nebel bis in die Täler vordringt und
für ein tolles Naturschauspiel sorgt. Wir verweilen hier sage und
schreibe fast zwei Stunden, ehe wir wieder absteigen. Im Abstieg
wählen wir die Route über die Chäseren, wo wir dann auch in die
Nebelsuppe eintauchen und der Strasse bis Weglosen folgen.Red. WBi Oktober 2010 |
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Mönch & Jungfrau
4107 / 4158 M.ü.M.
Margrit bekundete
derweil einige Kämpfe mit den Tücken der Felsen, dies hatte zur Folge,
dass ich immer wieder abrupt vom Seil gestoppt wurde und ich mir etwas
wie ein Hund an einer zu kurzen Leine vorkam. Trotz Leinenzwang
erreichten wir am Nachmittag die Mönchsjochhütte, unser Nachtquartier.
Da wir keine Einzelzimmer mit Dusche und Bad vorfanden, begnügten wir
uns eben mit einem grösseren Massenlager. Wie gewohnt deutete sich
daraufhin eine schlaflose Nacht an. Den Abend verbrachte ich vorerst mit
zahlreichen Versuchen, per Handy Kontakt zu Vera aufzunehmen. Dabei
harrte ich immer wieder bei eisiger Kälte draussen aus, immerhin
schaffte ich es schliesslich per SMS. Nach einem sehr guten Nachtessen
(diesmal nicht ironisch gemeint) ging es relativ früh ins Bett. So hatte
ich mehr Zeit zum Schafe zählen (übrigens waren es beachtlich viele),
bis mich dann doch noch der Schlaf übermannte. Immerhin kam ich so auf
knapp 3 Stunden richtigen Schlaf, ehe Peter dem ein jähes Ende setzte:
Tagwache um 03.45 Uhr ! Mit sehr kleinen Äuglein ging es dann zum
Frühstück, wobei ich einige Scheiben Brot herunterwürgte und dazu eine
kaffeeähnliche Brühe trank. Schon um 04.30 Uhr war Aufbruchstimmung.
Leider war Margrit nicht fit genug für unseren 2. Viertausender und
musste vorzeitig aufgeben. Darum startete ich alleine mit Peter und
wusste zugleich, dass heute das Tempo bedeutend höher sein würde. Wir
überquerten in absoluter Dunkelheit, ausgerüstet mit Stirnlampen, den
Gletscher und erreichten schon bald den Einstieg zur Jungfrau. Was ich da im Schein
der Stirnlampe erblickte, liess mir das Blut in den Adern gefrieren:
eine etwa 40 Meter hohe, beinahe senkrechte Eiswand. „Da muss ich
hoch?“, schaute ich Peter fragend an. Ich hatte gerade noch kurz Zeit zu
intervenieren, dass ich noch nie im Eis geklettert sei. Ich kam
noch in den Genuss einer Kurzinstruktion, doch ehe ich mich
richtig besinnen konnte, hielt ich schon das Seil zum Sichern in der
Hand und Peter war bereits in der Wand. Es dauerte etwas bis Peter die
Wand bezwungen hatte, benötigte er doch einige Eisschrauben zur
Sicherung. Dabei beobachtete ich ihn im Licht meiner Stirnlampe ganz
genau, erstens um bereit zu sein ihn im Notfall zu halten und zweitens
um zu sehen wie er mit Steigeisen und Pickel arbeitete. Bevor ich mir
Gedanken machen konnte wie ich diese
Dass wir später noch
einen Einzelgänger auf dem Gletscher erblickten, passt wohl zum selben
Thema, wie auch jene zwei Deutsche in Turnschuhen, welche uns bei der
Mönchsjochshütte freundlich nach dem Wanderweg auf den Mönch fragten. Wenden
wir uns nun aber wieder unserem Abstieg zu. Die heikle Traverse im
Blankeis stufte ich im Abstieg noch etwas schwieriger ein, denn sie
benötigte viel Kraft und volle Konzentration. Immerhin geht es dort
weit über 1000 Meter runter. Diese Passage erlaubte nur eine einzeln
gesicherte Begehung, so musste diesmal auch ich eine Eisschraube
setzen um Peter zu sichern. Die anschliessende Steilstufe bot auch
im Abstieg keinerlei Schwierigkeiten. Jetzt wurde es noch mal
richtig spannend, weil die weitere Route
uns von nun an durch den imposanten Gletscherabbruch führte.
Diese Abstiegsvariante war auch der Grund warum Peter immer auf die
Zeit drängte: je wärmer es wurde, desto gefährlicher würde diese
Route. Wir waren aber derart gut im Zeitplan, dass wir kaum einen
Eisabbruch zu befürchten hatten. Schon bald kamen wir an eine der
Abbruchstellen, welche nur mit Abseilen zu bewältigen war. Es war
ein weiterer Höhepunkt dieser Tour, freihängend im ewigen Eis
abzuseilen. Dass am Fuss der überhängenden Eiswand sich auch noch
ein gewaltiger Gletscherspalt präsentierte, bedeutete zusätzlich
eine Herausforderung. Mein „Abseillift“ führte nämlich geradewegs in
diese Spalte. Peter konnte meine „Stopp-Rufe“ nicht hören, so hatte
ich einige Probleme den Rand des Spaltes zu erreichen und musste
wieder ein bis zwei Meter aus dem Spalt „kraxeln“. Danach ging
unsere wunderschöne Tour langsam aber sicher dem Ende entgegen.
Einige tiefe Spalten erforderten jedoch bis zum Schluss noch unsere
volle Aufmerksamkeit, doch noch vor 12.00 Uhr mittags erreichten wir
wohlbehalten das Jungfraujoch.Route Mönch Route Jungfrau Fotogalerie Red. WBi September 2009 |
Gross Muttenhorn 3099
M.ü.M![]()
An einer Stelle entschliessen wir uns für die Umgehung einiger Felszacken
auf der rechten (südlichen) Gratseite, weil wir nicht einsehen können
was uns danach erwartet. Der Grat ist danach meist breit und teilweise
schneebedeckt, was aber kein Problem darstellt. Die letzten Höhenmeter
steigt man dann noch in leichter Kletterei über Felsblöcke auf den
Gipfel.
Für den Abstieg ist dieselbe Route zu empfehlen, wir wählen jedoch den
direkteren Abstieg vom Grat auf den Gletscher und können so einige Zeit
einsparen. Dabei ist aber eine steile Rinne zu bewältigen, mit Schutt
und darunter blankem Eis. Hier kann man leicht ins Rutschen geraten und
auch einiges an Geröll auslösen. Hat man einmal den Gletscher erreicht,
ist die Begehung in diesem Bereich kein Problem. Das Eis ist rau und
griffig und Spalten sind hier keine zu erwarten (je nach Verhältnisse
kann sich hier jedoch die Situation schnell und markant verändern). Das
gefährlichste am Gletscher ist bei unserer Tour der Schrott in Form
zweier Blindgänger unserer Armee. Leider stosse ich auf meinen Touren
immer wieder auf allerlei zurückgebliebene Munitionsreste. Umweltschutz
hat in unserer Armee offensichtlich keinen hohen Stellenwert. Diese
Tatsache ärgert mich auf meinen Touren immer wieder! Zurück zur Tour:
nach dem Abstecher über den Gletscher führt uns unsere Route weiter über
Schutt und Geröll wieder auf den markieren Weg zurück. Hier haben wir
nun beinahe etwas Mühe, die durch die hohen Temperaturen stark
angestiegenen Gletscherbäche zu überqueren. Doch mit einigen
spektakulären Sprüngen schaffen wir es, auch dieses Hindernis trockenen
Fusses zu überwinden. Der letzte Teil der Tour führt uns gemütlich auf
einem guten, schon im Aufstieg benutzten Wanderweg zurück zur Passhöhe. Für den Aufstieg benötigt man knapp 3 Stunden und je nach Variante noch mal 2 – 3 Stunden für den Abstieg (keine grossen Pausen eingerechnet). Trittsicherheit und gutes Schuhwerk sind selbstverständliche Voraussetzungen für diese Tour, wie auch eine angemessene Kondition. Kartenausschnitt Route Fotogalerie Red. WBi September 2009 |
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Weissmies 4017 M.ü.M. Überschreitung Nordostgrat
Nachdem wir das Zimmer bezogen hatten,
blieb noch genügend Zeit die Abendstimmung mit der schönen Aussicht zu
geniessen. Anschliessend wurde uns ein ausgiebiges Nachtessen serviert. Peter
orientierte uns danach noch über den Ablauf des nächsten Tages, die
Wettersituation schien die Tour zuzulassen. Kurz vor 22.00 Uhr stand dann die
Nachtruhe auf dem Programm, schliesslich sollte die Tagwache am nächsten Tag
bereits um 03.45 Uhr sein. Obwohl unser Sechserschlag nur mit vier Personen belegt und ausgesprochen ruhig war, konnte ich in dieser Nacht trotz grosser Bemühung keine Minute schlafen. So war ich dann froh, als wir endlich aufstehen durften. Peter hatte bereits das Morgenessen für uns bereit gestellt, er wollte so schnell wie möglich aufbrechen. Zum einen, weil viele Bergsteiger auf dieser Route unterwegs sein würden, zum anderen, weil der Wetterumsturz am Nachmittag zu erwarten war. So starteten wir um 04.30 Uhr zur zweiten Etappe. Peter versicherte uns, das Tempo nun zu drosseln und etwas gemächlicher ans Werk zu gehen. Ich hatte aber den Eindruck, das Tempo sei wieder ganz schön flott, ohne jedoch die geringsten Probleme damit zu haben. Im Licht der Stirnlampen marschierten wir teilweise über Schnee und Geröll zum Zwischenbergpass (3268 m.ü.M.), welchen wir nach einer guten Stunde erreichten. Im Osten bot sich uns ein wunderbares Morgenrot über einem Nebelmeer. Die Route führte nun auf dem Grat weiter Richtung Nordwesten, einen Teil des Grates umgingen wir rechts auf einem gut begehbaren Schneefeld. Nach diesem Schneefeld ging es dann endgültig in die Felsen, wo wir uns zuerst anseilten, um dann in sehr schöner Kletterei im 2. und 3. Schwierigkeitsgrad den Berg zu bezwingen. Die Kletterei dauerte etwas über zwei Stunden und bot einem jederzeit eine traumhafte Aussicht. Ein fantastisches Nebelmeer auf der einen Seite und von der Morgensonne beleuchtete, glühend erscheinende Bergspitzen auf der anderen Seite. Am Ende des Felsengrates konnten wir eine
kurze Verschnaufpause einlegen und die Steigeisen bereit machen, ja sogar eine
kleine Zwischenverpflegung war nun möglich! Spass beiseite, nachdem die Eisen
montiert waren, ging es auch schon wieder los. Vor uns lag der Gipfelfirst.
Zuerst über einen breiten Rücken, anschliessend auf einem schmalen Grat und kurz
noch mal über Fels. Dann erblickten wir ihn in Griffnähe: den Weissmies. Bevor
wir aber jubeln konnten, lag da noch der Grat zwischen dem Gipfel und uns. Ein
unglaublich schmaler Grat aus Schnee und Eis, zwei Füsse mit Steigeisen passten
kaum nebeneinander und da musste ich noch rüber. Ich hatte jedoch gar keine Zeit
um mir grosse Gedanken zu machen, also Augen auf (nicht zu) und durch. So
standen wir bereits um 09.20 Uhr auf dem 4017 Meter hohen Weissmies, meinem
ersten Viertausender. Die Aussicht war ein einziger Traum und ein unglaubliches Gefühl hier oben zu stehen. Zwanzig Minuten verbrachten wir auf dem Gipfel, als Peter zum Aufbruch drängte. Uns standen nun noch knapp 1000 Meter Abstieg bevor, durch eine imposante, aber gefährliche Gletscherwelt. Über den nun breiten Grat stiegen wir vorsichtig in Richtung Hohsaas ab. Etwa nach einer Stunde Abstieg erreichten wir die wohl gefährlichste Stelle unseres Abstieges. Der Gletscher war hier extrem steil, allmählich begriff ich, warum Peter immer so auf die Zeit drängte. Wenn der Schnee an dieser Stelle weich würde, wäre diese Passage noch viel gefährlicher. Langsam und mit voller Konzentration überwanden wir das Steilstück ohne Probleme. Nun ging es unterhalb eines Gletscherabbruches etwas flacher weiter. Drohende Eismassen über uns veranlassten Peter das Tempo zu erhöhen, Fotohalte liess Peter hier keine mehr zu (die Fotos während des Laufens wurden aber ganz beachtlich!). Jetzt machte sich ein erstes Mal die Müdigkeit bemerkbar, die Konzentration liess nach und schon musste ich erfahren, wie es sich anfühlt, wenn beide Steigeisen sich verhacken. Einen Sturz konnte ich gerade noch verhindern. Margrit hatte da ganz andere Probleme: beim Sprung über eine Spalte hat sie offensichtlich Peter etwas missverstanden. Er sagte ganz eindeutig „vorsichtig über die Spalte springen und gleich weiterlaufen, Margrit – laufen nicht fliegen!!!“ Der Flug war nur von kurzer Dauer und so konnten wir auch noch das letzte Stück Gletscher hinter uns bringen. Bereits um 12.00 Uhr mittags sassen wir im Bergrestaurant Hohsaas und genossen das wohlverdiente Mittagessen. Für einmal durften wir uns etwas Zeit beim Essen nehmen. Anschliessend beförderte uns die Gondelbahn hinunter ins Tal. Übrigens hielt das Wetter bis zum späten Nachmittag, erst auf der Heimfahrt traf die Schlechtwetterfront ein. An dieser Stelle möchte ich unserem Bergführer Peter nochmals ganz herzlich für diese super Tour danken, ich fühlte mich zu jeder Zeit absolut sicher und freue mich jetzt schon auf unsere nächste Tour. Kartenausschnitt Route Fotogalerie Red. WBi Januar 2009
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Flüela Wisshorn (3085 M.ü.M.) - Jörisee
Kartenausschnitt Route Fotogalerie Red. WBi Juli 2008 |
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Flüela Schwarzhorn (3147 M.ü.M.)- Überschreitung Radüner Rothorn (3022 M.ü.M.)
Kartenausschnitt Route Fotogalerie Red. WBi Juli 2008
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Fluebrig 2092,7 M.ü.M.
Routenbeschreibung
(siehe auch Bericht von 1999)
Was mich aber überraschte, war ein teilweise markierter
Pfad der Felswand entlang und nach einigen Metern um den Gipfel herum. Knapp 200
Metern später zweigte der nur schwach ausgeprägte Pfad beinahe 180 Grad nach
rechts ab und führte in entgegengesetzter Richtung steil über einem Felsband
hinauf. Nach wenigen Metern verloren sich die Wegspuren im steilen, mit Gras
bewachsenen Gelände. Dieser Terrasse folgend stieg ich weiter auf. Nach ca. 120
Metern hielt ich mich etwa 90 Grad nach links in direkter Richtung zum Gipfel.
Bald war auch schon das grosse Gipfelkreuz in Sicht. Von hier aus konnte man den
direkten Weg zum Kreuz wählen, ich entschied mich jedoch westwärts um den
Gipfelaufbau zu gehen, um die letzten Höhenmeter dann von Nordwesten her zu bewältigen. Kartenausschnitt Normalroute Kartenausschnitt ganze Route Fotogalerie Red. WBi Juli 2008 |
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Scoul - Piz Triazza - Piz Lischana - S-Charl
Nachdem alle Hüttenbesucher längst im Bett waren, genossen wir noch lange unseren Hüttenwein, auch nahmen wir nochmals mittels unserer Funkgeräte Kontakt mit unserer Basisstation in Scuol auf und verkündeten unsere Routenänderung. Schliesslich haben wir auch noch mit unsren Taschenlampen Lichtsignale nach Scuol gesendet und von Mike auch solche zurück erhalten.
Um nicht zu viel Höhe zu verlieren, entschieden wir uns für die Route über
den breiten Grat. Dies erwies sich dann aber als relativ schwierig, es lag doch
an verschiedenen Stellen bis zu einem halben Meter Neuschnee und unser Gipfel
war in letzter Zeit nicht besucht worden. Später mussten wir noch eine sehr
steile Flanke traversieren, ein bei diesen Verhältnissen sehr schwieriges
Unterfangen, unsere Eispickel leisteten hier eine grosse Hilfe. Stefan wollte
hier schon abbrechen, doch irgendwie haben wir die Traverse hinter uns gebracht.
Leider konnte ich aus verständlichen Gründen diese Traverse nicht fotografisch
festhalten. Ich weiss, dies ist nicht üblich für einen Fotografen wie mich,
doch für einmal musste ich mich auf das Wesentliche konzentrieren, das heisst,
mit allen mir zur Verfügung stehenden Kräften verhindern, abzurutschen! Es
waren einfach keine Hände mehr frei für den Fotoapparat, schade! Nach dieser halsbrecherischen Querung erreichten wir im tiefen Neuschnee um
12.50 Uhr doch noch den Piz Triazza. Nach kurzer Mittagsrast auf dem Gipfel ging
es bereits um 13.30 Uhr wieder Richtung Passhöhe. Diesmal jedoch ohne Traverse
und ohne Gratwanderung, dafür eben mit ziemlicher Gegensteigung und mühsamem
Kampf gegen den vielen Schnee, das Einsinken bis über die Knie waren keine
Seltenheit. Mit grossem Kräfteverschleiss, aber relativ schnell erreichten wir
bereits um ca. 14.00 Uhr wieder die Passhöhe. Nun warfen wir einen Blick auf
den Piz Lischana, und ich sagte leichtsinnigerweise, dass der doch auch noch zu
erreichen wäre! Wer Stefan kannte, der weiss, dass ich ihn mit dieser Idee
begeistern konnte! Doch so wahnsinnig ernst meinte ich dies doch gar nicht!!!
Trotzdem war dies der Startschuss für den zweiten Gipfel an diesem wunderbaren
Herbsttag. In rekordverdächtigem Tempo erreichten wir nur gerade 50 Minuten später
den Piz Lischana, die Route war allerdings gut gespurt und somit auch viel
besser begehbar als jene auf den Piz Triazza. Zu lange durften wir aber auf dem
Gipfel nicht mehr verweilen, so traten wir den Rückweg nur etwa 25 Minuten später
wieder an. Die Uhr zeigte genau 16.00 Uhr als wir zum letzten Mal die Passhöhe
erreichten, nun erlaubten wir uns wirklich keine grossen Pausen mehr, denn der
Abstieg ins Val S-charl war noch sehr weit und wir waren wirklich spät dran. Je
länger der Abstieg dauerte, desto weicher wurden unsere Beine, dennoch
erreichten wir, gesund und glücklich, kurz vor 19.00 Uhr Val S-charl. Red. WBi März 2007 Diese Tour liegt beinahe fünf Jahre zurück, doch ich erinnere mich noch so gut daran, als sei sie gestern gewesen. Den Bericht zu dieser unvergesslichen Tour widme ich meinem verstorbenen Bergkameraden und Freund Stefan welcher mir diese und viele weitere Touren überhaupt ermöglichte. |
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Grosses Furkahorn (oder doch nicht)
Da
ich mich nun mehr oder weniger damit abgefunden habe, dass ich das Furkhorn
nicht erreicht habe, entschliesse ich mich für den Mittagsrast. Die Aussicht
ist dennoch grandios, schliesslich bin ich nicht viel weniger hoch als der
eigentliche Gipfel. Trotzdem überlege ich mir, es weiter in Richtung Grossem
Furkahorn zu versuchen. Dazu steige ich einige Meter ab und umgehe einige
Felszacken auf der Westseite. Die Westflanke besteht hier wieder vorwiegend aus
Schutt und Geröll. Die Route ist sehr beschwerlich und führt auch über Felsbänder,
auszurutschen ist an einigen Stellen absolut tabu. Eine Überraschung in Form
eines schlafenden Steinbockes Also
wieder eine Tour mit Hindernissen im Furkagebiet (siehe Bericht vom Kleinen
Furkahorn!). Trotzdem werde ich wohl auch das Grosse Furkahorn ein weiteres Mal
in Angriff nehmen, die Route sollte mir nun wirklich bestens bekannt sein, ich
werde dann möglichst auf Abkürzungen verzichten, um das Ziel auch sicher zu
erreichen! Red. WBi September 2006 |
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Minsterschlucht
Da wir noch lange nicht die ganze Schlucht gesehen hatten, unternahm ich, diesmal mit Stefan eine weitere Tour. Diesmal etwas besser ausgerüstet und bei sommerlichen Temperaturen. Den ersten Teil bezwangen wir relativ schnell, weil wir uns von Anfang an im Wasser fortbewegten. Dort wo wir das erste Mal abbrechen mussten, fingen nun bereits die ersten Schwierigkeiten an, es zeigte sich, dass auch diesmal unsere Ausrüstung ungenügend war. So mussten wir aus der Schlucht heraus steigen und nach der problematischen Stelle wieder einsteigen. Nun konnten wir uns wieder, mehr schlecht als recht, in der Schlucht fortbewegen.. Bald stiessen wir aber erneut an eine, für uns unüberwindbare Stelle. Diese wäre nur mit Seil und Neoprenanzug zu bewältigen gewesen! So kehrten wir um und suchten eine geeignete Stelle, um aus der Schlucht auszusteigen. Nachdem wir herausgestiegen waren, suchten wir wiederum eine Möglichkeit erneut in die Schlucht zu gelangen. Leider war dies aber nicht mehr möglich, sodass wir ausserhalb der Schlucht bleiben mussten. Als wir das Ende der Schlucht erreichten, nahmen wir uns den unteren Teil der Schlucht von unten her in Angriff. Wir stiegen die Schlucht hoch, bis etwas unterhalb der Stelle, an welcher wir vorher umkehren mussten. So hatten wir fast die ganze Schlucht erkundet, nur ca. 100 – 200 Meter blieben uns verborgen. Diese Stelle ist sehr eng und nirgends einsehbar, ohne richtige Canyoningausrüstung, ist da nichts zu machen. Trotzdem waren wir zufrieden und mussten feststellen, dass die so unscheinbare Minsterschlucht, ein wahres Wunder der Natur darstellt und praktisch nie begangen wird. Diese Tour ist nicht ungefährlich und verlangt Trittsicherheit und gutes Wetter (Achtung Gewitter -----> Hochwasser) ! Fotos: Johnny Rütti & Werner Bindschedler Red. WBi Januar 2003 |
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Kl. Furkahorn (3026,2 M.ü.M.)
Ausgangspunkt dieser schönen und einfachen Tour ist der Furkapass bei Gallenbödmen (2427 M.ü.M.) zirka 400 m vor der Passhöhe auf der Urner Seite. Von hier steigt man in westlicher Richtung auf einem Bergpfad die steile Alpwiese empor, bis auf den Grad auf welchem die Kantonsgrenze zwischen dem Wallis und dem Urnerland verläuft. Diesem folgt man nun meistens im Geröll und über grosse Felsblöcke in nördlicher Richtung bis zum Gipfel des kleinen Furkahorn. Der Aufstieg ist gut markiert und verlangt gutes Schuhwerk und gute Trittsicherheit, je nach Jahreszeit ist mit einigen Schneefeldern zu rechnen. Auf dem Gipfel wird man mit einer prächtigen Aussicht auf die umliegenden Gipfel, und den imposanten Rhonegletscher belohnt. Für den Abstieg sollte die gleiche Route gewählt werden wie für den Aufstieg.
Red. WBi Februar 2001
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Fluebrig 2092,7 M.ü.M.
Vom Ochsenboden (929 m) führt ein Strässchen mit gemässigter Steigung in Richtung Süd-Osten. Dieses wird verfolgt, bis man aus dem Wald tritt. Anschliessend zweigt man nach links ab und begeht einen steilen Pfad bis Waldhütte (1428 m). Weiter dem Taleinschnitt bis Schärmen (1579 m). Nun steil nach Obergross (1837 m) jetzt gelangt man über den Verbindungsgrad Wändlispitz - Diethelm an die Süd-Ost Ecke des Gipfels. An dieser Stelle empfehle ich, Kinder und eventuell auch Ungeübte anzuseilen. Nun etwa 25 Meter in leichter Kletterei auf den Gipfelfirst und über diesen zum Gipfel. Für den Abstieg wählte ich die Route Richtung Wäggital, von der Süd-Ost Ecke des Gipfels steigt man einen Pfad in nördlicher Richtung hinab. Bei der Alphütte (1588 m) zweigt man links ab und geht weiter Richtung Fläschlipass (1368 m). Von hier aus folgt man Richtung Süden dem Weg nach Studen. Red. WBi Aug. 1999
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Höch Hund 2212 M. ü. M
Red. WBi Oktober 1999
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Wasserbergfirst 2040 M.ü.M.
Red. WBi November 2000 |